Bologna 2020 an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich

Bologna 2020 an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich

Größe: ca. 11.000 Studierende

Laufzeit: 2016-2018

Produkt: SAP SLcM

Tätigkeit: Beratung der Projektleitung, Konzeption, prototypische Entwicklung

Die Philosophische Fakultät (PhF) der Universität Zürich umfasst aktuell insgesamt rund 1.160 Lehrpersonen, darunter 186 Professorinnen und Professoren, an 20 Instituten und Seminaren. An der PhF sind derzeit rund 11.000 Studierende in zahlreichen Bachelor- und Masterstudiengängen, im Doktorat und im Lehrdiplom eingeschrieben. Die Fakultät deckt ein breites inhaltliches Spektrum von der Psychologie über die Sozialwissenschaften bis zu den geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen ab. Ende 2015 beauftragte die Universitätsleitung das Dekanat der PhF der Uni Zürich mit der Konzipierung und Umsetzung einer Reform des Studienangebots sowie sämtlicher Curricula an der PhF. Unter der Projektbezeichnung «Bologna 2020» wurden bis Herbstsemester 2019 (Einschreibung der ersten Studierenden in die reformierten und neuen Studienangebote) das Studienangebot und die Curricula auf der Bachelor- und Masterstufe grundlegend überarbeitet. Das Reformprojekt umfasste die Erarbeitung einer übersichtlichen Studienarchitektur, die Entwicklung eines attraktiven Studienangebots sowie transparent strukturierter Curricula.

Aufgabenstellung

Die anspruchsvolle Beratungsarbeit zielte auf vier Handlungsfelder, die ein eigens für das Projekt zusammengestelltes Support-Team im Studiendekanat bearbeitete. 

Im strategischen Handlungsfeld wurden mit projektinternen und -flankierenden Maßnahmen die fakultären universitären Entscheidungsprozesse für die Reform vorbereitet und sämtliche Stakeholder transparent informiert. Im fachlichen Handlungsfeld wurde die eigentliche Reform der Studienarchitektur, des Portfolios und der Studienprogramme vorangetrieben. Das organisationale Handlungsfeld betrieb einen begleitenden Umbau der Aufbau- und Ablauforganisation des Studiendekanats, um eine zentrale Betreuung der Curricula-Entwicklung, der Semesterplanung und der Studierendenbetreuung nachhaltig zu gewährleisten. Im technischen Handlungsfeld wurden schließlich begleitend prototypische Implementierungen umgesetzt und „proofs of concept“ (teils auch durch eine Erweiterung der vorhandenen SLcM-Lösung) durchgeführt. Diese haben die Grundlage dafür gelegt, dass die neuen Curricula weitestgehend IT-unterstützt sind und insbesondere Studierenden effiziente und transparent Services in optimaler Qualität zur Verfügung gestellt werden können.

Besondere Herausforderungen

Besondere Herausforderungen 

Die besonderen Herausforderungen in einem solchen Projekt sind in der Regel weniger technischer als „politischer“ Natur. Innerhalb der Leitung der Universität und der Fakultät bestand ein sehr großer Wille, keine halbherzige, sondern eine echte Reform umzusetzen, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen. Das Projekt genoss deshalb sehr große Aufmerksamkeit innerhalb der gesamten Universität aber auch darüber hinaus z. B. in der Presse. Eine transparente Kommunikation sowohl der Ziele als auch der Motive des Projekts war deshalb unabdinglich. Wie bei vielen fundamentalen Änderungsprozessen galt es, sich vielen Befürchtungen zu stellen und sie ernst zu nehmen aber auch konsequent zu motivieren, warum beabsichtigte Änderungen notwendig sind und welche Effekte damit erreicht werden sollen. 

Umsetzung und Implementierung

Das Projekt wurde fristgerecht abgeschlossen und die neue Studienstruktur mit hunderten von neuen Studienordnungen und nahezu ebenso vielen Übergangsordnungen als Ganzes für das Herbstsemester 2019 in Betrieb genommen; die PhF war damit die erste Fakultät der UZH, deren Studienordnungen zu 100% konform mit der neuen Muster-Rahmenverordnung von 2019 umgesetzt waren. 

Im Laufe der darauffolgenden Jahre schlossen sich weitere Fakultäten diesen Konzepten an und weitere Projekte wie „Implementierung der M-RVO 2019 alle Fakultäten“ und „Self-Audit/Degree-Audit“, bei denen wir auch beraten durften und dürfen, setzen diesen Prozess weiter fort. 

Universität Zürich Frank Brüderli
„Eine beratende Begleitung in einem dermaßen umfassenden und politisch sensitiven Projekt erfordert hohe Seniorität nicht nur in der universitätseigenen Projektorganisation, sondern auch bei der Beratung. Dr. Dirk Pape und seine im Projekt eingesetzten Berater:innen haben diese Seniorität und können diese auch in kritischen Konstellationen einsetzen, um ein verständliches, in sich schlüssiges und umsetzbares Gesamtkonzept zu erarbeiten. Sie sind aber auch so flexibel dazu beizutragen, dass ggf. notwendige Kompromisse so in das Gesamtbild eingefügt werden, dass die Konsistenz weiterhin gewahrt bleibt."
Dr. Monica Kalt, Business Process Ownerin am Prorektorat Lehre und Studium der Universität Zürich

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Referenzen

„Mit der Lösung Campus Dual verfügen wir über ein integriertes Campus Management System, das alle Funktionen abdeckt, welche spezifisch für eine duale Hochschule sind, z. B. die Verwaltung der Praxispartner, deren Ansprechpartner und Betreuer sowie die Ausbildungsverträge unserer Studierenden oder die Lehrauftragsvergabe an externe Lehrkräfte.“
- Herr Prof. Dr. Frank Schweitzer (ständiger Vertreter des Direktors der Staatlichen Studienakademie Dresden)
Berufsakademie Sachsen
„Die Mitarbeiter:innen der S4Campus AG haben eine besonders ausgeprägte Fähigkeit, sich in die Rahmenbedingungen und Prozesse der WWU hineinzudenken und daraus Anwendungen zu erstellen, die auch den heterogenen Anforderungen der Fachbereiche unserer Uni gerecht werden. Die entstandenen Apps des Prüfungsmanagements und der Seminarplatzvergabe überzeugen durch einen hohen Integrationsgrad, der eine direkte Konsequenz der neuen zentralen Studiengangsabbildung ist.“
- Frau Eva Mundanjohl (Dezernentin für Akademische und Studentische Angelegenheiten und Projektleiterin CaMS)
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
„Eine beratende Begleitung in einem dermaßen umfassenden und politisch sensitiven Projekt erfordert hohe Seniorität nicht nur in der universitätseigenen Projektorganisation, sondern auch bei der Beratung. Dr. Dirk Pape und seine im Projekt eingesetzten Berater:innen haben diese Seniorität und können diese auch in kritischen Konstellationen einsetzen, um ein verständliches, in sich schlüssiges und umsetzbares Gesamtkonzept zu erarbeiten. Sie sind aber auch so flexibel dazu beizutragen, dass ggf. notwendige Kompromisse so in das Gesamtbild eingefügt werden, dass die Konsistenz weiterhin gewahrt bleibt."
- Dr. Monica Kalt, Business Process Ownerin am Prorektorat Lehre und Studium der Universität Zürich
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